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Ursachen

Wer die Ursachen versteht, kann besser mit MS leben.

Vielleicht fragst du dich: Warum ich? So ganz genau kann dir die Frage niemand beantworten. Die Ursachen der Entstehung von MS sind bis heute nicht endgültig geklärt. Medizin und Forschung gehen aber von einer Kombination verschiedenster Faktoren aus. Dazu gehören eine gestörte Immunabwehr, frühere Virusinfektionen, genetische Veranlagungen, diverse Umweltfaktoren wie z. B. Vitamin-D-Mangel, aber auch die eigene Lebensweise wie z. B. Konsum von Nikotin, Alkohol oder die Ernährung.

Jeder einzelne dieser Faktoren scheint nicht für sich allein die Ursache für MS zu sein. Erst wenn mehrere Kriterien zusammentreffen, kann MS entstehen. Das wird auch multifaktorielle Entstehung genannt. Eines ist aber gewiss: Das Immunsystem ist ganz ursächlich an der Entwicklung von MS beteiligt.

Dein Immunsystem – ein Alleskönner auf Abwegen

Dein Immunsystem ist kein einzelnes Organ. Vielmehr setzt es sich aus verschiedenen Zellen, Molekülen und Organen wie der Haut, der Milz und dem Darm zusammen. Gemeinsam bilden sie deinen Immunschutzschild gegen viele Krankheiten. Bei Menschen mit MS scheint es sich aber falsch zu verhalten und abzustimmen. Statt nur Eindringlinge wie Bakterien, Viren, Keime und Parasiten zu erkennen und auszuschalten, wendet sich das Immunsystem plötzlich auch gegen den eigenen Körper. Es werden fehlprogrammierte Zellen produziert, die verschiedene Entzündungsstoffe ausschütten. Dieses Arsenal richtet sich gegen Myelin, also die Biomembran, mit der die Nerven umwickelt sind (siehe Abb. unten). Diese Isolierschicht, genannt Myelinscheide, schützt die Nervenfasern, stellt die wirkungsvolle Reizweiterleitung sicher und beschleunigt die Signalübertragung. Wird die Myelinscheide angegriffen, kommt es zu Störungen bei der Informationsübertragung und letztlich auch zu Schädigungen an den Nervenfasern.

Auch die Gene spielen vermutlich eine Rolle

Wie gesagt: Niemand kann die Ursachen von MS zweifelsfrei benennen. Nach heutigem Wissensstand ist MS nicht direkt vererbbar, aber die Neigung dazu offenbar schon. Kommen dann noch bestimmte Infektionen in der Kindheit, eine nährstoffarme Ernährung o. Ä. dazu, wird die Entstehung einer MS immer wahrscheinlicher.

Was passiert ganz genau
in deinem Körper?

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Immunzellen schützen den Körper normalerweise vor Krankheitserregern. Bei MS gelangen jedoch fehlprogrammierte Immunzellen, die gegen die Strukturen der Myelinscheide gerichtet sind, in Gehirn und Rückenmark.

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Dort scheiden sie sogenannte Zytokine aus. Das sind Eiweiße, die das Wachstum und die Entwicklung von Zellen steuern. Diese Zytokine aktivieren weitere Immunzellen und lösen eine Entzündung aus.

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Dadurch wird die Isolierschicht der Nervenfasern (Myelinscheide) angegriffen, was die Weiterleitung von Nervenimpulsen stört und zu Schädigungen an den Nervenfasern führen kann.

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Von den Schädigungen und Entzündungen können verschiedene Bereiche des Gehirns oder Rückenmarks betroffen sein. Das führt zu sehr unterschiedlichen Symptomen im ganzen Körper, die sich als sogenannter Schub äußern.

Die Forschung läuft auf
Hochtouren

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Es gibt immer mehr Menschen mit MS – vor allem in Industrieländern. Dafür muss es einen Grund geben.

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Heute Tütensuppe, morgen
Tiefkühlpizza: Liegt es an
unserer Ernährung aus
vorgefertigtem, fettreichem
Convenience Food?

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Oder an unseren hohen Hygienestandards, die unser Immunsystem zu wenig fordern?

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Ist mangelnde Sonneneinstrahlung ein Grund? Denn Menschen, die nahe am Äquator wohnen, erkranken seltener.

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Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Menschen mit MS seit 1980 verdoppelt – auf schätzungsweise 240.000 Menschen.

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Frauen wiederum sind ungefähr zweimal häufiger von der Erkrankung betroffen als Männer.

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Als mögliche Ursache für diesen Unterschied zwischen den Geschlechtern konnte inzwischen ein bei Frauen häufiger vorkommendes Eiweißmolekül im Gehirn identifiziert werden.

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Erst weitreichende Studien werden die genaue Rolle dieses Eiweißmoleküls und anderer Faktoren bei der Entstehung der MS belegen.

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